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The Last 5 Days oder „Das Fanrichtlinien-Buschfeuer“

Leider habe ich momentan Ferien.

Warum leider? Weil ich in den letzten fünf Tagen viel zu viel Zeit damit verbracht habe, diverse Foren- und Blogbeiträge zu verfolgen, die sich in mehr oder weniger aufgeregter oder turbulenter Weise mit den Äußerungen von Ulisses-Geschäftsführer Markus Plötz im hauseigenen Blog auseinandergesetzt haben. Die ungeheuer schnell gefüllten Threads zu diesem Thema, die zügig auf fast alle DSA-affinen Foren und Blogs übergriffen und der meist recht hitzige Ton der Beiträge hat mich dazu verleitet, dieses Ereignis als das Fanrichtlinien-Buschfeuer zu verbuchen.

Wie bereits hier im Blog dargestellt bin ich bei dieser Art schneller und aufgebrachter Äußerungen ja immer etwas zwiegespalten. Ich selbst habe in den vergangenen Tagen wenig bis nichts zu den diskutierten Themen geschrieben und angesichts mancher Posts wäre etwas mehr Zurückhaltung für einige User im Sinne der medialen Selbstdarstellung vielleicht auch ratsam gewesen. So frei nach dem Motto „Si tacuisses philosophos mansisses“ …

Andererseits haben ja auch einige durchaus kritische Beiträge konstuktiv auf die Klarstellungen in der am Montag erschienen FAQ hingewirkt.

Insofern muss man eben  – und das ist gewissermaßen bereits ein vorweggenommenes Fazit – festhalten, dass wie so oft der Ton eben die Musik macht. Offenbar von allen Seiten aus.

Einen sehr interessanten Blog-Post, der eine Art Resumé der Diskussion darstellt vor allem jedoch einige bedenkenswerte Aspekte zum Thema Kritik ansich anspricht, hat der Eismann dazu geschrieben. Mittlerweile gibts sogar einen Nachschlag, wie ich gerade entdeckt habe. Eine bemerkenswerte Analyse, die nach der Veröffentlichung der FAQ (mit der das Fanrichtlinien-Buschfeuers meiner Meinung nach erstmal ausgetreten wurde) User Heldi im dsa4-Forum gepostet hat, setzt sich dagegen mit mutmaßlichen Gründen für die Eskalation des Fanrichtlinien-Buschfeuers auseinander.

Aus meiner Sicht waren es vor allem die fünf Tage der Missverständnisse, die nicht zuletzt aus gegenseitigem Misstrauen erwachsen sind. Nicht zufällig beginnen beide Worte mit dem Präfix „Miss-„, das laut Duden ausdrückt, „dass etwas falsch, nicht richtig oder nicht gut ist bzw. getan wird.“ (Man verzeihe mir den kleinen Exkurs – er geschah zu Ehren von Konrad Duden, der gestern seinen 100. Todestag hatte.)

Vielfach wurden (vermutlich unzulässig) verschiedensten Personen schlechte Absichten unterstellt. Aus meiner Sicht ist es jedoch der gegenseitigen Kommunikation zuträglich, wenn man seinem Gegenüber zunächst mal positive, konstruktive Grundabsichten zuerkennt und mit einer solchen positiven Grundhaltung versucht, die Gründe für zuerst unverständlich oder gar böswillig erscheinende Äußerungen nachzuvollziehen.

Unzweifelhaft wird einem eine solche Herangehensweise durch eine freundliche Formulierung vereinfacht wohingegen ein forscher, anmaßender, polemischer oder beleidigender Tonfall die positive Grundhaltung im Keim zu ersticken droht. Allerdings sollte man in diesem Zusammenhang bedenken, dass die Stilfrage natürlich höchst subjektiv ist und zwei Internetuser denselben Habitus grundlegend anders empfinden können. Zudem ist es nicht jedem gegeben bzw. erscheint es nicht jedem angemessen, sich im Netz in einem jovialen, „wir-sind-doch-alle-eine-große-Nerd-Familie“-Tonfall zu äußern. Sei es weil man deutlich zwischen Internet-Bekannten und Reallife-Freunden differenzieren möchte, weil man das Netz als Medium sachlich, informativer Kommunikation nutzt und versteht oder weil man diesen Umgangston seiner Position nicht angemessen empfindet (etwa aufgrund eines Geschäftsverhältnisses Anbieter-Kunde).

Soweit erstmal meine bescheidenen Gedanken, während ich den letzten aufsteigenden Rauchwölkchen des Fanrichtlinien-Buschfeuers nachschaue. Die neu(st)en Fan-Richtlinien und die FAQ werde ich nochmal gesondert kommentieren, da ich Form und Inhalt bei meinen hier angestellten Betrachtungen einmal zu trennen versuche.

Bis dahin verbleibe ich mit rollenspielerischen Grüßen

Euer Zeilenschmied

P.S. Der Titel dieses Beitrags ist eine Hommage an „The Last 5 Years“ von Jason Robert Brown, das meiner Meinung nach großartigste Musical unserer Zeit. Daher möge man mir den Anglizismus verzeihen.

[Edit: Paar kleine typos korrigiert. Danke an Miro]

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Der längste Post …

Heute ist im Ulisses-Blog der bislang längste Beitrag gepostet worden: eine ausführliche Stellungnahme zu den Veränderungen bei DSA in letzter Zeit und den Planungen für die nähere Zukunft. Wie bereits von Arkanil übersichtlich zusammengefasst, geht es vor allem um vier große Punkte, von denen der Umgang mit Fan-Material im Internet bis jetzt (seit dem Post sind weniger als 6h vergangen) für den meisten Tumult in den Foren gesorgt hat. Allerdings wartet vor allem die gesamte Foren- und Blog-Community des Schwarzen Auges in dieser Hinsicht auf das Dokument mit den neuen Fan-Richtlinien, das in den nächsten 24h … moment jetzt nur noch ca 18h, erscheinen soll.

Nichts Genaues weiß man also nicht, aber dennoch kochen die Gemüter bereits hoch in den Foren und den Kommentarbereichen der Blogs. Ein besonders schönes Beispiel ist hier etwa das Streitgespräch zwischen Anonymous und Anonymous bei Gotongi, dessen Betreiber sich diesmal in großer und ungewohnter Zurückhaltung üben – oder sind sie gar Anonymous … oder Anonymous?

Viele Forenuser bangen bereits um die Leuchtturm-Projekte der Fan-Szene: das Wiki-Aventurica und das Dere-Globus-Projekt. Während ich letzteres so gut wie nie nutze, wäre das Wiki natürlich ein herber Verlust für mich, da es die erste und wichtigste Anlaufstelle für Recherchen ist und somit großen Anteil an der Hintergrundkonformität meiner Texte hat. Ehrlich gesagt kann ich mir kaum vorstellen, wie wir Autoren ohne das Wiki die Faktenflut von DSA (die ich ja durchaus schätze) irgendwie in den Griff bekommen sollen.

Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die neuen Fan-Richtlinien das Wiki (und andere große Fan-Projekte) gänzlich unmöglich machen. Ich könnte mir eher vorstellen, dass eben ein verbindlicher Rahmen für den Einsatz von DSA-Artwork und die Zitation von offiziellen Texten geschaffen wird. Wenn dabei das „offizielle“ DSA-Layout für Fanware verboten wird, finde ich das überhaupt nicht tragisch. Vielleicht bekommen die Layouter aus dem Fandom sogar mehr Ideen, wie man seine inoffizielle Spielhilfe schick designen kann. Einfache Kopien des DSA-Tradedress (gab es dieses Wort eigentlich schon vor der aktuellen Diskussion?) fand ich schon immer langweilig, zumal ich die offiziellen Seitenleisten mit den Elementsymbolen zwar ganz zweckmäßig und nett finde, aber weit davon entfernt der Weisheit letzter Schluss zu sein.

Das angekündigte Fan-Paket finde ich ganz nett. Sowas kennt man ja auch von Firmen im PC-Spiele-Bereich, die auch ihren Webseiten Logos und ähnliches für Fanseiten anbieten. Naja, mal sehen, was so drin ist. (Ich hoffe auch ein nettes Schwarzes Auge-Icon, sonst muss ich meinen Blavatar schon wieder ändern, jetzt wo er gerade funktioniert. :-)

Wie dem auch sei, bei all dieser Aufregung bin ich ja immer hin und hergerissen: Einerseits denke ich, man muss erstmal abwarten, was tatsächlich kommt und welche Auswirkungen es haben wird, denn nichts wird ja bekanntlich so heiß gegessen, wie es gekocht wird (nach einer Weisheitszahn-OP schon gar nicht … hmm, vielleicht sollte ich auch mal zu meiner momentan erzwungenen Diät bloggen). Andererseits ist natürlich auch das Argument nicht von der Hand zu weisen, dass es zu spät ist, wenn die Scheiße erstmal den Ventilator getroffen hat. Die schnellen lauten Äußerungen in den Foren, die augenscheinlich vor allem dem Zweck dient seiner momentanen eigenen Empörung und (meistens auch) Verwirrung Luft zu machen, erscheinen mir jedoch meist etwas … schal und von wenig Substanz.

Aber wenn es denjenigen hilft mit der Sache fertig zu werden …

 

Wie gesagt, es war der bislang längste Post im Ulisses-Blog und da schien es mir nur recht und billig mit dem bislang längsten Post in meinem Blog zu antworten (was zugegebenermaßen deutlich einfacher war).

 

Bei aller Spannung über Fan-Richtlinien und DSA-„Quo Vadis“ wünsche ich dennoch allen ein schönes Wochenende, vor allem allen Besuchern der FeenCon. Ich bin dieses Jahr wegen meiner dicken Backe nicht da, daher schreibt alle schön mit und berichtet.

Und jetzt:

Gute Nacht!

Euer Zeilenschmied

Fragen des Designs

Hmm, jetzt bastle ich ja heute schon länger an dem Blog rum, bin aber mit dem Design immer noch hin- und hergerissen.

Eigentlich gefällt mir das jetzige ganz gut, allerdings passt es irgendwie gar nicht zu DSA, was ja vermutlich doch den Schwerpunkt meiner Postings hier bilden wird …

Auch noch offen ist die Frage, wie ich mit Spoilern umgehe. Die beliebten MI-Tags aus den DSA-Foren gibts ja hier nicht.

Außerdem hab ich immer noch nicht raus, warum noch das WordPress-Standard-Favicon gezeigt wird und nicht mein schöner Blavatar. [Update: mittlerweile funktioniert es.]

Nunja, beim bloggen steckt offenbar – wie so oft – der Teufel im Detail.

Ein neuer DSA-Autoren-Blog

Schon länger habe ich mich mit dem Gedanken getragen, auch mal einen eigenen Blog zu beginnen. Und obwohl ich zunächst abgewiegelt habe, als Arkanil kürzlich zu weiteren Autoren-Blogs aufgerufen hat, hat der Gedanke in mir wieder verstärkt gearbeitet. Auch das Vorbild vom Eismann hat dabei sein Übriges getan.

Letztlich hat es aber den Ausschlag gegeben, dass ich heute eine Weisheitszahn-OP hatte und daher für andere Arbeit etwas außer Gefecht gesetzt bin. So hatte ich Zeit, mich mit Blogger, WordPress und einschlägigen Anleitungen im Netz auseinanderzusetzen und habe mir dann endlich einen Ruck gegeben und meinen Blog aufgesetzt.

Die letzte große Hürde war dann jedoch einen passenden Namen für den Blog auszusuchen. Inspiration fand ich schließlich bei meinem aktuellen DSA-Projekt „Im Schatten des Elfenbeinturms“, wo ich gerade in den letzten Tagen verstärkt zu Drakhard, dem Geisterschmied, recherchiert hatte.

Angelehnt an meinen häufig verwendeten Foren-Namen Drakon die Gorfar bloggt hier also in Zukunft für euch

Drakon, der Zeilenschmied